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Arthrose!
Knorpelverletzungen und Knorpelschäden

In Gelenken ist die Oberfläche des Knochens mit einer Knorpelschicht überzogen. Dieser Gelenkknorpel ist ein relativ weiches und im gesunden Zustand elastisches Material von etwa 3-5 mm Dicke. Es ermöglicht ein reibungsloses Aufeinandergleiten der Gelenkflächen. Der Knorpel reagiert jedoch auch auf Stöße sehr empfindlich. Bei stärkeren Stößen, die die Belastbarkeit des Knorpels übersteigen, kommt es zu Ein- oder Ausbrüchen von ganzen Knorpelstücken.
Die Regenerationsfähigkeit des Knorpels ist leider sehr begrenzt. Im Laufe der Jahre kommt es zusätzlich zu Alterungserscheinungen: die Elastizität nimmt ab, die Knorpeloberfläche wird rauh und uneben, das Gelenk nutzt zunehmend ab (Arthrose).

Was spüren Sie bei Knorpelschäden?
Da das Knorpelgewebe selbst keine Schmerzrezeptoren besitzt, verspüren Sie anfänglich bei oberflächlichen Knorpelschäden kaum Schmerzen. Erst wenn der Knorpelabrieb zunimmt, kommt es zur Reizung der Gelenkinnenhaut und nachfolgend zu Gelenkergüssen. Sie verspüren zunächst Schmerzen bei Belastung, später auch Ruheschmerzen. Vor allem morgens bemerken Sie dann gelegentlich ein Knirschen oder Reiben im Gelenk. Nach längerem Sitzen mit abgewinkelten Beinen oder auch beim Bergabgehen machen sich die Knorpelschäden hinter der Kniescheibe schmerzhaft bemerkbar.

Ist Arthrose heilbar?
Grundsätzlich ist Arthrose nicht heilbar. Aber das Stadium einer aktivierten Arthrose mit Schmerzen, Gelenkergüssen und Schwellungen kann unter bestimmten Voraussetzungen in das einer kompensierten Arthrose überführt werden. Dies kann durch konservative Maßnahmen (Injektionen, Physiotherapie etc.) erreicht werden, sollten diese jedoch keinen Erfolg haben, besteht die Möglichkeit, durch eine Arthroskopie eingebrochene Knorpelanteile zu glätten, ausgebrochene Knorpelstücke zu entfernen und durch Anbohrungen des oberflächlichen Knochens eine Knorpelregeneration zu stimulieren. Außerdem kann durch die Arthroskopie beurteilt werden, ob durch eine Gelenkumstellung der weitere Verschleiß des Gelenks aufzuhalten ist.

Knorpeltransplantation:
Tritt, z.B. durch einen Unfall eine umgrenzte Knorpelverletzung auf,  ist es seit neuestem auch möglich, Knorpel zu transplantieren. Dabei werden aus wenig belasteten Arealen im Kniegelenk Knochen-Knorpelzylinder entnommen und da eingesetzt, wo die Knorpelverletzung vorliegt. Diese Operation empfiehlt sich jedoch nur bei jüngeren Patienten, eine Arthrose sollte noch nicht vorliegen. Die bisher erzielten Erfolge sind vielversprechend, die Rehabilitation nach dieser Operation dauert jedoch etwas länger, da der Patient das Knie für mindestens 6 Wochen entlasten sollte.

Aus unbelasteten Bezirken können Knochenknorpelzylinder entnommen werden und an den geschädigten Stellen eingesetzt werden.

Aus unbelasteten Bezirken können Knochenknorpelzylinder entnommen werden und an den geschädigten Stellen eingesetzt werden

 

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